Solarenergie – da geht mehr, wir hinken hinterher…

Grüne bieten online – Infos zu Photovoltaikanlagen

Förderprogramm der Gemeinde und steuerliche Vereinfachungen machen PV auf dem eigenen Dach noch attraktiver

Photovoltaik boomt – und macht Sinn! Die Nutzung der Sonnenenergie schont das Klima und rechnet sich auch für die Besitzer der Dachflächen. Grund genug, dass die Ascheberger Grünen einen Vorstoß für ein gemeindeeigenes Förderprogramm für PV-Anlagen und -Speicher gemacht haben. Mit Erfolg – denn auch die CDU kündigte in einer Pressemitteilung an, ein solches Projekt nun zu unterstützen, so dass Interessierte hoffentlich schon im nächsten Jahr mit einer zusätzlichen Förderung rechnen können.

Die Grünen denken voraus und starten nun eine Informationsoffensive. Da durch den Boom im Bereich der Solarenergie lange Lieferfristen Standard sind, ergibt es Sinn, sich schon jetzt zu informieren und mit der Planung zu beginnen, wenn man 2022 eine PV-Anlage erwerben will. Auf der Homepage der Grünen Ascheberg findet sich unter „Was uns bewegt → Solarenergie“ eine Sammlung von Links, Broschüren und weiteren Informationen zum Thema PV-Anlagen.

Die Informationen dort bieten einen guten Einstieg und erleichtern die konkrete Planung. Dabei werden u. a. Fragen wie:

  • „Lohnt sich das überhaupt?
  • Ist mein Haus geeignet?
  • Welche Vorgaben gibt es und wie ist das eigentlich mit Steuern, Kosten und der Versicherung?“ behandelt.

Ein Link zum Solarkataster NRW (https://www.lanuv.nrw.de/…) ermöglicht es, für jedes einzelne Haus das Potential der eigenen Dachfläche zu erkennen. Mit einem Ertragsrechner in der Seite ist es möglich, direkt die Anlage grob zu konfigurieren, die Kosten, den Stromertrag und die Gewinne nach 20 Jahren abzuschätzen.

Übrigens: Anfang Juni ist eine Regelung in Kraft getreten, die für PV-Anlagen bis 10 kW die Einkommenssteuerpflicht abschafft. Es gibt also viele Gründe über die Investition in eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach – und damit auch in den Klimaschutz – nachzudenken.

So meint Heinz Wesselmann von den Grünen: „Ich habe seit zwei Jahren eine PV-Anlage. Damit habe ich fast 25.000 kWh Strom produziert, ca. zehn Tonnen CO2 eingespart. Das ist vergleichbar mit rund 300 gepflanzten Bäumen. Und statt für Strom zu bezahlen, verdiene ich jetzt Geld damit.

Meldung vom 5. August 2021

Links

Die Verbraucherzentrale NRW informiert zu Photovoltaik: viele Informationen, was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist.

Beim Solarkataster des LANUV (Landesamt NRW für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz) können Sie ganz einfach eine schnelle Ersteinschätzung vornehmen, ob Ihr Dach geeignet ist und ob sich eine PV Anlage für Sie rechnet.

Der Kreis Coesfeld beschäftigt sich im „Klimapakt“ ebenfalls mit dem Thema Solarkataster. Auch hier finden sich noch interessante Hinweise.

Zwei interessante Broschüren „Leitfaden PV für Eigenheimbesitzer“ und „Leitfaden PV für Unternehmen“ haben wir auf den Seiten des energieland2050 Vereins (gehört zum Kreis Steinfurt) gefunden. Klicken Sie dort bitte auf „downloads“ , dann finden Sie beide Broschüren als pdf zum Download.

Die deutsche Gesellschaft für Sonnenergie  (Landesverband NRW / DGS) bietet viele Infos und verlinkt zu BeraterInnen.


Das Klimathema hat es geschafft!

Raus aus der versponnenen grünen Ecke hinein in die breite Öffentlichkeit.

Wen würde das mehr freuen als die Grünen selbst. Wir brauchen mehr erneuerbare Energien, viel mehr! Denn sonst klappt es nicht mit der Digitalisierung, mit der Elektromobilität, mit der Produktion von grünem Wasserstoff und der klimaneutralen Wirtschaft. Alle demokratischen Parteien haben sich dieses Thema jetzt ganz oben auf die Fahne geschrieben. Das macht sich in Wahlkampfzeiten gut, auch wenn es bei den Ambitionen – gerade mit Blick auf die Einhaltung der 1,5°-Grenze und des CO2-Restbudgets – noch entscheidende Unterschiede gibt.

Die Grünen hatten bereits eine Anfrage zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen und Speichern im Nachhaltigkeitsausschuss gestellt. Dafür seien im aktuellen Haushalt keine Mittel vorhanden, lautete da die Zurückweisung des Anliegens. Erst für den Haushalt 2022 könne ein entsprechender Antrag gestellt werden.
Auch im Klimaforum kam der Vorschlag der Grünen bereits zur Sprache, ein Förderprogramm für PV auf Gemeindeebene nach Sendener und Lüdinghauser Vorbild aufzulegen. Denn in den Nachbargemeinden riefen die Programme ein positives Echo in der Bevölkerung hervor. Am 27.05.2021 formulierte Heinz Wesselmann, Mitglied der Grünen Ratsfraktion, einen schriftlichen Antrag an die Gemeinde mit der Bitte, aus dem Finanztopf des Klimaforums ein solches Förderprogramm zu finanzieren. Mit einem Schreiben vom 29.06.2021 wurde allerdings auch dieser Antrag abschlägig beschieden. Hier lautete der Hinweis, man könne „in den Etatberatungen für das Haushaltsjahr 2022 im dafür zuständigen Ausschuss einen entsprechenden Antrag stellen“.

Nun möchte die CDU Ascheberg einen Antrag zu diesem Thema stellen und damit ein gemeindeeigenes Förderprogramm auflegen. Dies begrüßen wir Grüne ausdrücklich, da es im Kern unserer Initiative entspricht, und hoffen, dass alle Parteien diese Maßnahmen, die uns den Klimazielen einen kleinen Schritt näherbringen, unterstützen.
Lediglich ein Vorschlag zur Höhe des Förderprogramms wurde von der CDU in der Pressemitteilung nicht gemacht. Wir Grüne plädieren für ein Modell analog zu dem in Senden mit einer Fördersumme von 50.000 Euro: Mit 100 Euro pro kWp (Kilowatt-Peak) sollen neue PV-Anlagen gefördert werden (max. 500 Euro). Batteriespeicher wollen wir ebenfalls mit 100 Euro pro Kilowatt fördern (max. 500 Euro). Letzteres soll auch für Speicher gelten, die erst jetzt an bereits installierte Anlagen angeschlossen werden.

Ein entsprechender Antrag wird folgen, sobald die Umsetzung haushaltstechnisch möglich ist.


Die Westfälischen Nachrichten berichten: die Grünen wünschen sich deutlich mehr Engagement in Sachen Solarenergie. Die umliegenden Kommmunen machen es vor. Artikel lesen…


Es fehlt z. B. ein gutes Solarpotenzialkataster

Solarpotenzialkataster sind interaktive Kartenwerke, auf denen für jedes Gebäude einer Stadt verzeichnet ist, wie geeignet es für die Gewinnung von Sonnenenergie ist. Die nutzbare Sonneneinstrahlung und die individuelle Verschattungssituation werden zu einer leicht verständlichen Einschätzung der Eignung von Dachflächen kombiniert. Die integrierte Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt auf, wie wirtschaftlich die Errichtung einer Solaranlage ist und wie der Eigenverbrauch optimiert werden kann.


Es gibt das Solarpotenzialkataster des Landes NRW (über das Landesamt LANUV). Dieses bietet eine gute Übersicht, ist jeoch nicht viel mehr als eine Ampelkarte, auf der man grob abschätzen kann, ob das eigene Dach geeignet ist.  

www.energieatlas.nrw.de/site/karte_solarkataster


Es gibt zahlreiche Kreise und Kommunen, die zum Beispiel eine Software  der Firma tetraeder nutzen für ein umfangreicheres Solarpotenzialkataster. Ascheberg ist leider nicht darunter und hat auch keine vergleichbare Alternative.
https://solar.tetraeder.com/de_v2/kommunale-daten/spk/


Zum Beispiel setzt die Stadt Lünen ihren BürgerInnen eine gute Lösung zur Verfügung, ebenso der gesamte Kreis Unna oder der Kreis Steinfurt.

https://www.solare-stadt.de/luenen/Solarpotenzialkataster

Man sieht, dass dort zusätzlich die Anlage modular durchkonfiguriert werden kann. Ma kann den eigenen Stromverbrauch eingeben und damit  abschätzen, ob sich die Anlage rechnet, ob ein Speicher lohnt, wie sich ein Elektroauto auswirkt oder ob Solarthermie infrage kommt. Man kann Links zu örtlichen Firmen hinterlegen und damit auch das lokale Handwerk unterstützen. Wenn man sich das für ein einzelnen Haus anschaut, dann macht das einen großen Unterschied.